Brandmeldeanlage

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Frageliste

zu Klären durch BKP Frage mögliche Antworten Zusatzbemerkung
Bauherr 235.8 Soll eine freiwillige Brandmeldeanlage ausgeführt werden?
  • Ja, Teilschutz
  • Ja, Vollschutz
  • Siehe auch: Kostenbeitrag
Bauherr 235.8 Gibt es Aussenbereiche, wo brennbares Material gelagert wird?
  • Vordach Anlieferung
Bauherr 235.8 Welche Störmeldungen sollen übermittelt werden?
Brandschutzplaner 235.8 Wo ist das Brandmeldetableau platziert?
Brandschutzplaner 235.8 Welche Alarmkriterien sollen der Feuerpolizei übermittelt werden?
Brandschutzplaner 235.8 Welche Überwachungsart ist zu realisieren?
  • Teilschutz
  • Vollschutz
Brandschutzplaner 235.8 Ist eine Kollektive oder Selektive Ansteuerung gefordert? siehe auch: Kollektive / Selektive Ansteuerung einer Brandmeldeanlage

Submission

  • Zuleitung für GPRS oftmals zu kurz!
  • NPK-Komplettpositionen ist nur für UP-Installationen

Planung

Fernbedientableau

Platzieren von Fernbedientableau

Montage Zentrale und Terminal

Siemens, FC2040-CC
  • Die Anzeige- und Bedieneinrichtung ist in der Regel vor dem Hauptzugang zum Löschbereich anzubringen.
  • Für die Anzeige der geforderten Informationen müssen entweder gesonderte lichtemitierende Anzeigeelemente (LED) oder alphanumerische Displays eingesetzt werden.
  • Die Bedienung bleibt befugten Personen vorbehalten.

Anlage auf Anwesend (Tagbetrieb)

  • Bei einem Voralarm (intern) bleiben 3 Minuten um den Alarm zu quittieren. Wird der Voralarm nicht innerhalb von 3 Minuten quittiert, wird der Alarm an die Feuerpolizei ausgegeben. Wird der Voralarm innerhalb von 3 min. quittiert, so bleiben nochmals 5 Minuten Zeit um die Brandursache zu finden, ansonsten wird der Alarm an die Feuerpolizei ausgegeben.
  • die Anlage darf nur auf Anwesen sein, wenn mind. 2 instruierte Personen anwesend sind.

Anlage auf Abwesend (Nachtbetrieb)

  • Der Alarm wird direkt an die Feuerpolizei übermittelt (keine Erkundungszeit).

Platzieren von Brandmelder

Siemens, FDO221/FDB222
  • Korridor max. 3m → Rauchmelder alle 15m, Wärmemelder alle 10m
  • Abstand zu Wänden, Einrichtungen: mind. 50cm (ausser Gebäudeteil weniger als 1m breit)
  • Unterzüge, Balken, Klimakanäle näher als 20cm an der Decke → Abstand mind. 50cm
  • Abgehängte Decke mit gleichmässig verteilten Öffnungen und einem Flächenanteil von mindestens 50% → nur Hohldeckenmelder
    • Deckensegel mehr als 50% der Bodenfläche abdeckt, muss der Brandmelder auf dem Deckensegel montiert werden
    • Unter 50% muss der Melder an der Decke montiert werden. Die Öffnungen (offener Bereich neben dem Segel) sollte gleichmässig verteilt sein.
  • Abgehängte Decke
    • Decke mehr Brandlast >50MJ/m2 → Melder nötig
  • Doppelboden, Brandlast >50MJ/m2 → Melder nötig
  • Möglichst einen Abstand von 0.5m zu Leuchtmitteln (wegen Messung im Melder)
  • Vordächer mit brennbarem Material ist ein Melder nötig
  • In Treppenhäusern ohne Lichthof ist auf jedem Geschoss ein Melder zu platzieren. Mit Lichthof ist jedes zweite Geschoss ausreichend.

Ausgenommene Bereiche

  • Nassräume, Waschräume, Toiletten: Nur als Ausgenommener Bereich wenn darin keine brennbaren Vorräte oder Abfälle aufbewahrt werden.
  • Kriechkeller: Ohne Brandbelastung, sofern diese zu den Nachbarbereichen mit feuerwiderstandsfähigen Bauteilen aus nicht brennbaren Baustoffen abgetrennt sind.
  • Anbauten und Überdachungen: Sofern diese nicht als Lager genutzt und keine Motorfahrzeuge, Anhänger, Wechselcontainer, usw. abgestellt werden.
  • Kühlräumen und Tiefkühlräumen mit Bodenflächen bis:
    • 50m2 ohne Anforderungen an den Feuerwiderstand
    • 200 m2 Falls eigenem Brandabschnitt mit brennbarer Wärmedämmung
    • 600 m2 Falls eigener Brandabschnitt mit nicht brennbarer Wärmedämmung
  • Separate Öltankräume: Mit Feuerwiderstand EI 60 bis 150m2
  • Zwischenräume und Unterdecke: Notwendigkeit in Zwischenräume oberhalb Unterdecke und unterhalb Doppelboden
Brandbelastung Aktivierungsgefahr Überwachung mit Brandmeldern
< 50MJ/m2 Nein Nein
< 50MJ/m2 Ja Nein
> 50MJ/m2 Nein Nein
> 50MJ/m2 Ja Ja
  • Zwischenräume
    • Oberhalb Unterdecken mit einer Höhe von Unterkant Unterdecke bis Unterkant Rohdecke von weniger als 15 cm
    • Unterhalb Doppelböden mit einer Höhe von Oberkant Doppelboden bis Oberkant Rohboden von weniger als 20 cm.

Unterdecken Doppelboden

  • Bereiche unter Galerien welche nicht breiter als 3m oder eine Fläche unter 30m2 aufweisen:
Breite Fläche Überwachung mit Brandmeldern
< 3m < 30m2 Nein
> 3m < 30m2 Nein
< 3m > 30m2 Nein
> 3m > 30m2 Ja

Platzieren von Wärmemelder

  • 20 bis 30m2 pro Melder bis 7.5m Raumhöhe (Melderklasse A1 gem. EN 54-5)

Platzieren von Handalarmtaster

Siemens, FDME221/FDMH291-R
  • Sie sind rot und müssen mindestens 15 mm von der Wand vorstehen.
  • Im Normalfall wird der Handfeuermelder auf ca. 150 cm Höhe installiert. Ausnahmen sind mit der Brandschutzbehörde z.B. bei Anwendung der SIA 500 (Behindertengerechtes Bauen) abzusprechen.

Platzieren von Indikator

Siemens, FDAI91, FDAI92, FDAI93
  • Für rasche und eindeutige Ermittlung des Brandherdes, sind die Indikatoren bei den Zugängen zu installieren.
  • Für Brandmelder in Hohldecken oder Hohlböden sind an der Unterdecke oder an der Bodenplatte Indikatoren zu platzieren.
  • Das Blinken oder Leuchten von Raumanzeigelampen muss bei normaler Ausleuchtung und bei Tageslicht mindestens aus 5m Abstand gut erkennbar sein.
  • Raumanzeigelampen sind auf einer Höhe von mindestens 1.7m über Boden anzuordnen.
  • Raumanzeigelampen müssen klar dem Raum zugeordnet werden können.

Platzieren von Hörner

Siemens, FDS221-W
  • Akustische Warneinrichtungen sind im Löschbereich anzuordnen. Schallpegel min. 60dB im Abstand von einem Meter.
  • Die elektrischen Zuleitungen sind als Primärleitungen auszulegen.
  • Die Tonarten für Voralarm und Löschalarm müssen sich eindeutig unterscheiden.
  • Akustische Warnsignale müssen unmissverständlich und eindeutig im ganzen Bereich wahrnehmbar sein. Sie sind an die Umgebungsverhältnisse anzupassen.
  • Beträgt im Löschbereich der Umgebungsgeräuschpegel mehr als 85 dB, sind für die Löschwarnung zusätzliche Blitzlampen oder Rundkennleuchten erforderlich.
  • Akustische Warnsignale dürfen frühestens nach erfolgter Flutung rückstellbar sein.

Planung von Melderlinie

  • An eine Meldelinie (Ringleitung) dürfen höchstens 128 automatische Brand- oder Handfeuermelder angeschlossen werden. Weitere andere Elemente / Geräte auf derselben Meldelinie sind zulässig bis maximal 256 Geräte im Total pro Melderlinie. Es ist mit maximal 100 Melder pro Linie zu planen!

Betriebsbereitschaft / Wartung / Kontrolle

Periodische Kontrolle

  • Brandmeldeanlagen sind periodisch zu kontrollieren.
  • Der Kontrollturnus richtet sich nach Art, Grösse und Nutzung der durch die Brandmeldeanlage überwachten Bauten, Anlagen oder Brandabschnitte.
  • Anlageeigentümer und -betreiber sind dafür verantwortlich, dass die Brandmeldeanlagen bestimmungsgemäss in Stand gehalten und jederzeit betriebsbereit sind.

Kostenbeitrag

Kanton St. Gallen

30% werden ausgerichtet an die Kosten für Erstellung und Beschaffung von:

  • automatischen Brand- und Gasmeldeanlagen, wenn sie freiwillig als Vollschutz oder Vollüberwachung ausgeführt sind

20% werden ausgerichtet an die Kosten für:

  • automatische Brand- und Gasmeldeanlagen, wenn sie freiwillig als Teilschutz oder Teilüberwachung ausgeführt sind
  • Erstellung und Beschaffung manueller Brandmeldeanlagen mit direkter Alarmübermittlung zur Feuerwehr (freiwillig)
  • Alarmaufschaltung von stationären Brandmeldeanlagen zur Feuerwehr(freiwillig)

Die Verwaltungskommission der GVA kann für Einzelfälle Pauschalbeiträge festlegen.

Normen

Lieferanten

  • Siemens Schweiz AG, www.siemens.ch
  • ES Sicherheit AG, Mövenstrasse 15, CH-9015 St. Gallen, Tel. +41 71 314 24 24, Fax +41 71 314 24 34, info@es-sicherheit.ch
  • GESITREL AG, Kirchbergstrasse 79, 8207 Schaffhausen, Telefon +41 52 644 50 10, Telefax +41 52 644 50 19, info@gesitrel.ch
  • Tyco Integrated Fire & Security (Schweiz) AG, Bahnweg 11, CH–8808 Pfäffikon SZ, +41 (0)58 445 40 00, tyco.ch@tycoint.com