Evakuationsanlage

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Bauprojekt

Frageliste

zu Klären durch BKP Frage mögliche Antworten Zusatzbemerkung
Bauherr 235.8 Welche Störmeldungen sollen übermittelt werden?
Bauherr 235.8 Ist eine freiwillige Evakuierungsanlage gewünscht?
Bauherr 235.8 Gibt es ein Evakuierungskonzept?
Bauherr 235.8 Soll den Mietern auf freiwilliger Basis (nicht gefordert) von der EVAK-Zentrale gebrauch machen können?
Bauherr 235.8 Sollen die EVAK-Lautsprecher auch für Beschallung (Musik) genutzt werden? Falls ja, wo sind die Bedienstellen (Anlage) und was für Medien sollen abgespielt werden können? CD, CD-R, CD-RW Disc, USB / SD-Karten, MP3, WMA, Radio
Bauherr 235.8 Sollen die EVAK-Lautsprecher auch für interne durchsagen genutzt werden? Falls ja, wo sollen die Mikrofone platziert werden?
Brandschutzplaner 235.8 Ist eine Evakuationsanlage gefordert?
Brandschutzplaner 235.8 Welche Sicherheitsstufe ist gefordert? siehe auch Sicherheitsstufe 1-3
Brandschutzplaner 235.8 Wo sind die Interventionspunkte bzw. wo müssen die Mikrofon-Sprechstellen platziert werden?
Brandschutzplaner 235.8 Hat die Alarmierung im Brandfall über die EVAK-Anlage (Lautsprecher) oder über Hörner der Brandmeldeanlage zu erfolgen?
Brandschutzplaner 235.8 Hat die Evakuierung mittels Lautsprecher und vorgegebenem Text automatisch zu erfolgen oder manuell durch die Feuerwehr?
Brandschutzplaner 235.8 Kann die Reihenfolge und Abhandlung der Prioritätsstufen nach EN60849 erfolgen?
  • 1. Räumung (eine möglicherweise lebensbedrohende Situation erfordert unmittelbare Räumung)
  • 2. Alarm (eine gefährliche Situation in der Nähe erfordert Warnung vor drohender Räumung)
  • 3. Kein Notfall (Betriebsmitteilungen, z.B. Überprüfung des Systems usw.)
Lieferant 235.8 Ist es ausreichend, dass Mikrofon-Sprechstellen nur auf diejenigen Lautsprecher zugreifen können, welche von gleicher Zentrale gespeist werden?

Ausführung

Planung

  • Pro Stichleitung dürfen maximal 20 Lautsprecher aufgeschaltet werden.
  • Die Lautsprecher sollen pro Stich alle abgeschlauft werden, externe Klemmstellen sind nicht zulässig.
  • Bei Räumen mit mehr als einem Lautsprecher ist eine A-B-Verkabelung zu wählen (zwei Stichleitungen pro Raum)
  • Grobprojektierung der Lautsprecher

Grobplanung Lautsprecher

Redundanzanforderungen gemäss DIN VDE 0833-4

Sicherheitsstufe 1
Anwendung nach ZVEI 33004:2010-12 Verkabelung Verstärker
  • Kleinere Gebäude mit max. Fläche von 2’000 m2 und nicht mehr als 200 Personen
  • Funktionserhalt bis erster Lautsprecher oder Verteiler in Brandabschnitt

Sicherheitsstufe 1

  • Keine Anforderungen
Sicherheitsstufe 2 (üblich)
Anwendung nach ZVEI 33004:2010-12 Verkabelung Verstärker
  • Gebäude über 2’000 m2 Fläche oder mehr als 200 Personen
  • Funktionserhalt bis erster Lautsprecher oder Verteiler in Brandabschnitt
  • A/B-Verkabelung

Sicherheitsstufe 2

Bei Ausfall eine Verstärkers

  • Schallpegel max. -3 dB
  • STI >0.45

→ Backup-Verstärker

Sicherheitsstufe 3
Anwendung nach ZVEI 33004:2010-12 Verkabelung Verstärker
  • Gebäude höchster Ausfallsicherheit (z.B. Flughäfen, Kraftwerke, Industriebetriebe usw.)
  • Funktionserhalt bis erster Lautsprecher oder Verteiler in Brandabschnitt
  • A/B-Verkabelung

Sicherheitsstufe 2

Bei Einzelfehler im System

  • STI >0.45

→ Redundanter Aufbau

Normen

Produktnormen für SAA

  • DIN EN 54-4, BMA – Energieversorgungseinrichtungen
    • Eine SAA muss eine zertifizierte Stromversorgung nach EN54-4 besitzen.
  • DIN EN 54-16, BMA – Sprachalarmzentralen Eine SAZ muss nach EN54­16 zertifiziert sein. 
  • DIN EN 54-24, BMA – Lautsprecher, Ein Lautsprecher für eine SAA muss nach EN54-24 zertifiziert sein. 

Anwendungsnormen für SAA

  • DIN VDE 0833-4, GMA – Sprachalarmierung im Brandfall 
    • Eine SAA wird von einer BMA angesteuert. 
    • Für SAA muss die DIN VDE 0833­4 angewendet werden.
  • DIN 14675, Brandmeldeanlagen – Aufbau und Betrieb 
    • Die Norm legt Anforderungen für den Aufbau und Betrieb von  Anlagen für die Brandmeldung und Feueralarmierung fest.

Systemnorm

  • DIN EN 60849 (VDE 0828­1), Elektroakustische Notfallwarnsysteme 
    • Ein ENS wird nicht durch eine BMA angesteuert.  Ein ENS muss nach EN 60849 geprüft sein.

Lieferanten

  • BavariaTech AG, Speicherstrasse 60, 9000 St. Gallen
Vielen Dank an die Mithilfe von PS-Wiki