Spital/Krankenhaus/Alters-/Pflegeheim

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Grundlagen

Bauprojekt

Frageliste

zu Klären durch BKP Frage mögliche Antworten Zusatzbemerkung
Bauherr In was für Raumgruppen nach NIN werden die Räume eingeteilt?
  • ist schriftlich durch folgende Personen unterzeichnen zu lassen:
  • Verantwortlicher für Arbeitssicherheit, Spitalplaner, Bauherr und Medizinisches Personal
Bauherr Soll ein Doktorenruf/Sprechanlage ausgeführt werden?
Bauherr Wo sind ableitfähige Böden vorgesehen, welche an den ZSPA angeschlossen werden müssen?
Bauherr Welche Bereiche benötigen GSM/UMTS?
Bauherr Ist der Brandalarm im Bettengeschoss mit Hörner anzuzeigen?
  • über DECT (damit Fehlalarme keine Panik auslösen und weil Patienten ohnehin nicht alleine das Gebäude verlassen können).
  • Alarmübermittlung nur auf DECT muss schriftlich bei Gebäudeversicherung abgeholt werden.
USV-Lieferant Können die geforderten Umschaltzeiten eingehalten werden?
  • Siehe auch: USV-Anlage

Submission

Ausführung

Planung

Besondere Räume / Bereiche

OP / Einleitung / Ausleitung
USV-Anlage

Für folgende Betriebsmittel muss die Stromversorgung innerhalb einer Umschaltzeit von höchstens 0,5s wieder hergestellt werden. (NIN 7.10.5.1.1.101)

  • Operationsleuchten
  • ME-Geräte, die Lichtquellen enthalten, die für die Anwendung des Geräts unbedingt erforderlich sind, z.B. Endoskope, einschliesslich damit verbundenen unbedingt erforderlichen Geräte, z.B. Monitoren -lebenserhaltende ME-Geräte
Schaltgerätekombination
  • Schaltgerätekombinationen für medizinisch genutzte Bereiche der Gruppe 2 sollten sich in deren unmittelbarer Nähe befinden und eindeutig gekennzeichnet sein. (NIN 7.10.5.1.1.101)
  • Die Transformatoren müssen in unmittelbarer Nähe zum medizinisch genutzten Bereich aufgestellt werden. Eine max. Leitungslänge von 0P's 25,0 m zwischen der Sekundärwicklung des Transformators und dem stromverbrauchenden Betriebsmittel sollte nicht überschritten werden. (NIN 7.10.5.1.2.1.101)
  • Die Türen der elektrischen Betriebsräume (UV-Operationssaal) sind eindeutig und dauerhaft zu bezeichnen. (NIN 7.29.1.2)
  • Um Verwechslungen zu vermeiden, ist die Schaltgerätekombination eindeutig und Dauerhaft mit z.B. „OP-Verteiler 1“ zu bezeichnen. (TAB 6.4 I NIN 5.1.4)
  • Kabeleinführungen oben: Unbenutzte Öffnungen sind zuverlässig zu verschliessen. (NIN 5.2.7 / NIN 7.29.4_1 B+E / NIN 5.9.1.1 B+E)
  • Der Bauartnachweis / Stücknachweis inkl. Konformitätserklärung (gemäss EN61439) für die Schaltgerätekombination ist zu beschaffen und in der Anlage zu deponieren. (NIN 5.3.9.10 / EN 61439)
  • Die Legende für die Überstromunterbrecher ist dem aktuellen Stand entsprechend nachzuführen und gut ersichtlich anzubringen. (NIN 5.1.4.4.1/NIN 5.1.4.5.1)
  • Normalnetz TN-S / Normalnetz IT/ USV-Netz TN-S / USV-Netz IT:
    • Um Venıvechslungen zu vermeiden, sind die unterschiedlichen Netze eindeutig und dauerhaft zu bezeichnen (z.B. auf Einspeiseblock Smisslineschiene, evtl.in verschiedenen Farben). (TAB 6.4 / NlN 5.1.4)
  • Überstrom-Schutzeinrichtungen (z.B. Sicherungen) dürfen im Eingangskreis des Transformators nur zum Schutz bei Kurzschluss verwendet werden (Empfehlung Bender 50A Sicherung einsetzen). (NIN 7.10.5.3.1_1)
  • Der Abgehende Erdleiter ist eindeutig und dauerhaft mit dem Zielort zu bezeichnen. (NIN 4.1_A / NIN 3.4)
Zusätzlicher Schutz-Potentialausgleich (ZPA)
  • Der Standort der zusätzlichen Schutzpotentialausgleichsschiene ist eindeutig und dauerhaft zu markieren. (NIN 7.10.4.1.5.2.3)
  • Die Gasleitungen sind zentral in den Schutz-Potentialausgleich einzubeziehen. (NIN 4_1_1.3_1.2 / NIN 5.4.4 / NIN 7.10.4.1.5.2.1)
  • Die Verbindungen an der zusätzlichen Schutzpotentialausgleichsschiene sind eindeutig und dauerhaft zu markieren (Schilder anbringen). (NIN 7.10.4.1.5.2.3)
  • Die Verbindungssteckdosen des zusätzlichen Schutzpotentialausgleichs sowie sämtliche Objekte welche mit dem zusätzlichen Schutzpotentialausgleich verbunden sind, sind eindeutig und dauerhaft zu beschriften (korrespondierend mit Bezeichnungen an ZSPA-Schiene). (NIN 7.10.4.1.5.2.3)
  • In medizinisch genutzten Bereichen der Gruppe 2 ist bei den Netzsteckdosen eine ausreichende Anzahl zusätzlichen Schutzpotentialausgleichspunkte zum Anschluss der ME-Geräte zu erstellen. Diese müssen sich im Bereich der Netzsteckdose befinden. Pro Netzsteckdose ein ZPA. (NIN 7.10.4.1.5.2.1)
    • bei restlichen Steckdosen ist ein Nachweis des Medizinischen Personals zu erbringen, dass keine medizinische Geräte eingesteckt werden.
  • In medizinisch genutzten Bereichen der Gruppe 2 darf der Widerstand zwischen der zusätzlichen Schutzpotentialausgleichsschiene und beliebigen fremden leitfähigen Teilen 0.2 Ohm nicht überschreiten. (NIN 7.10.4.1.5.2.2)
  • In medizinisch genutzten Bereichen der Gruppe 1 und Gruppe 2 sind fremde leitfähige Teile mit dem zusätzlichen Schutzpotentialausgleich zu verbinden. (NIN 7.10.4.1.5.2.1)
    • Mögliche leitfähige Teile sind: Metallkonstruktion Korpus unten, Metallkonstruktion Korpus oben, Türkonstruktion, Lüftungsgitter rechteckig / oben, Deckenkonstruktion, Röntgenbildprojektor, ZSPA-Anschlussbuchsen, Metallkonstruktion Fenster, Stativ Geräte, Stativ Anästhesie, Stativ Chirurgie, OP-Leuchte, Brüstungskanal, sämtliche Mediengasanschlüsse
  • Die Anschlussstelle für den ableitfähigen Bodenbelag ist zugentlastet auszuführen. (NlN 7.10.4.2.2 B+E)
  • Die Anschlussstellen für den ableitfähigen Bodenbelag sind eindeutig und dauerhaft zu markieren. (NIN 7.10.4.2.2 B+E)
    • Grundsätzlich muss der Lieferant angeben, wo die Anschlüsse platziert sein müssen. Ansonsten alle 20m2 mind. 1 Anschluss und der Lieferant muss danach verlegen.
    • Verbindung von Lieferant mind. 1.5m Lang vorsehen
    • Gr.1-Dose mit Blinddeckel (Beschriftet mit ZPA) auf 30cm ab Boden anbringen, damit in der Dose die Verbindung gepresst werden kann.
Erdung OP
Netzsteckdosen
  • schwarz -> Steckdosen Diesel-gestützt
  • orange -> Steckdosen USV-gestützt
  • LED ein -> Netzspannung vorhanden
  • LED aus -> keine Netzspannung vorhanden
Steckdosen USV- und Dieselgestützt
Kommunikation

PoE-Datendosen müssen mittels Netzwerkisolatoren oder über Glasverbindung bis in den Raum geführt werden.

Datendosen ohne PoE und ohne Netzwerkisolatoren müssen im Rack so beschriftet werden, dass diese nie mit PoE ausgeführt werden!

Aufwachraum / Ambulatorim
Bettenzimmer
Beleuchtung
Zumtobel PL-II
  • Möglicher Leuchtentyp für Bettenzimmer
    • Raum- (oben) und Untersuchungslicht (unten) kann separat angesteuert werden (Achtung: von gleicher Sicherung!)
    • Ansteuerung Untersuchungslicht z. Bsp. mittels Birntaster der Lichtrufanlage.
MRI / CT / Röntgen

Mögliche Absicherung anhand Beispiel von Siemens:

  • Röntgen: Sicherung 50A träge, Leistung 35kVA, Spitzenstrom 135A max. 0.1Sec.
  • MRI: Sicherung 125A träge, Leistung 86 kVA, Spitzenstrom 400A <5msec
  • CT: Sicherung 125A träge, Leistung 112.5kVA

Anlagen

Blitzschutzanlage

Grundsätzlich Blitzschutzklasse II.

  • Siehe auch Blitzschutzanlage
  • Siehe auch SNR 464022 - 2015-06 - Blitzschutzsysteme (Geltungsbereich (Blitzschutzpflicht) und Kontrollintervalle)
Brandmeldeanlage
  • Alarmierung in den Bettengeschossen über Alarmhorn oder DECT ist abzuklären.
Notlichtanlage
Autonomiezeit
  • Räume oder Bereiche, welche bei Netzausfall nicht sofort evakuiert werden, muss die Notbeleuchtung auf 3h Autonomiezeit ausgelegt sein.
Sicherheitszeichenleuchten
  • In Bereichen mit Besucher oder Patienten müssen alle Sicherheitszeichenleuchten in Dauerschaltung betrieben sein.
  • In Bereichen, in denen ausschließlich Personal Zugang hat, können die Leuchten in Bereitschaftsschaltung installiert sein.
Sicherheitsbeleuchtung
  • Fluchtwege erfordern eine Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege.
  • Treppenhäuser sind generell Fluchtwege und müssen zwingend mit einer Sicherheitsbeleuchtung ausgerüstet sein.
Antipanikbeleuchtung
  • Räume mit Besucher oder Patienten mit jeweils mehr als 60m2 Fläche müssen mit Antipanikbeleuchtung ausgerüstet sein.
  • öffentliche Toilettenanlagen müssen mit einer Antipanikbeleuchtung ausgerüstet sein.
  • in Patientenzimmer ist keine Antipanikbeleuchtung nötig. Ausser Patienten neigen zu Panik, z.Bsp. Psychiatrie.
Besonderes
  • Weiter zu beachten ist die Spitalnorm SN EN 60364-710-7.
  • Gemäss der Norm SN EN 1838 müssen alle Meldeanlagen für Behinderte mit einer Sicherheitsleuchte, mit 5 Lux vertikaler Beleuchtungsstärke beleuchtet werden. In Spitälern sind in allen Zimmern und Patienten-WC Meldeanlagen installiert. Da Patienten oft in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist die Forderung nach einer Sicherheitsbeleuchtung in den Zimmern im Sinne der Norm auch in Spitälern anwendbar. Es gibt zwei Aspekte der Sicherheitsbeleuchtung, welche bei der Planung berücksichtigt werden müssen:
    • Einerseits zeigt die Erfahrung, dass das automatische Einschalten von Notleuchten in Räumen mit schlafenden Personen nicht ganz unproblematisch ist. Personen können bei kurzen Netzunterbrüchen aufschrecken und in Panik geraten, auch wenn ein kurzer Netzunterbruch noch keine Gefahrensituation darstellt. Dies wäre genau das Gegenteil von dem, was man mit der Sicherheitsbeleuchtung erreichen will.
    • Andererseits kann eine echte Gefahrensituation entstehen, wenn ein Patient bei Netzunterbruch im Dunkeln die Alarmeinrichtung nicht finden kann. Dies ist insbesondere in Patienten-WC der Fall. Die Beurteilung, ob und in welcher Form eine Notbeleuchtung in Zimmern installiert wird, hängen im Wesentlichen von weiteren, organisatorischen Massnahmen ab (z.B. Evakuierungsmassnahmen, Betreuungskonzept der Patienten bei Netzausfall tags und nachts, usw.).

Dieses Gefährdungspotential muss in der Planungsphase vom Betreiber (Schutzzieldefinition) der Notbeleuchtungsanlage beurteilt und die Entscheidungen schriftlich festgehalten werden.

Beleuchtungsanlage

Siehe Beleuchtungsanforderungen gem. EN 12464-1:2011 (D) (Gesundheitseinrichtungen)

Betriebsbereitschaft / Wartung / Kontrolle

Kontrolle

Abnahmekontrolle

Siehe auch: Raumgruppen nach NIN

Blitzschutz

Grundsätzlich alle 10 Jahre

  • Siehe auch Blitzschutzanlage
  • Siehe auch SNR 464022 - 2015-06 - Blitzschutzsysteme (Geltungsbereich (Blitzschutzpflicht) und Kontrollintervalle)

Kostenbeitrag

Normen